Kristlicher Glaubenskreis e.V.


Wer war H.A.Weishaar?

H.A. WeishaarH.A.Weishaar (1875 - 1945) lebte in Berlin, als er 1921 seine erste religiös-weltanschauliche Schrift "Das Weltgericht" veröffentlichte. Menschen, die den von ihm aufgezeigten Weg zu gehen bereit waren, sammelte er im "Bund der Guoten". Er war der geistige Leiter des Bundes, der besonders in Ostpreußen, wo sich Weishaar 1925 niederließ und dort später das Schloß Sillginnen Krs. Gerdauen als Wohnsitz erwarb, eine große Anhängerschaft fand.

Wegen seiner Lehre wurde er 1933 durch die neuen Machthaber verhaftet und in verschiedene KZ-Lager verbracht. Sein Besitz wurde enteignet; der Bund verboten. Zwar wurde H.A.Weishaar 1934 aus dem KZ unter Auflagen entlassen, doch 1937 erneut verhaftet und im Juli 1938 durch das Sondergericht Königsberg/Pr. als "Volksfeind" zu 3 1/2 Jahren Strafhaft er urteilt, die er im Zentralgefängnis Stuhm in Westpreußen absitzen mußte. Nach Verbüßung der Haft wurde er nicht entlassen sondern sofort in das KZ Sachsenhausen verbracht. Die letzte Nachricht von ihm stammt vom November 1944. Seit Anfang 1945 ist er verschollen. Er hat die letzten Tage des Krieges im KZ nicht überlebt.

H.A.Weishaar verbreitete seine Lehre bis 1933 in periodisch erscheinenden Schriften. Die Aufsatzsammlung "Die Evangelien nicht veraltet" entstand 1936 in der haftfreien Zeit. Das "Kristliche Glaubensbekenntnis" formulierte er um die Weihnachtszeit 1940 im Gefängniskrankenhaus.

H.A.Weishaar betrachtete sich als Lehrer, nicht als Schriftsteller. Er klärte seine Gedanken durch Meditation und schrieb sie nur auf, wenn sie ihrer Bedeutung wegen im Druck festgehalten werden sollten. Mehr und lieber als durch gedruckte Worte lehrte er mündlich im Vertrautenkreise. Der Schwerpunkt seiner Lehre lag in den letzten Jahren seines Wirkens im Religiösen.

Vom höchsten geistigen Zustand, dem des Geistmenschen, verlangte er heldisches Leben und Handeln, ohne nach den Folgen für sich zu fragen. Moralischen Mut stellte er hoch über den physischen. Den schwersten Teil seines Weges ging er allein, den heldischen Weg, den Weg des Krist, der nach seiner Lehre Geist- und Gott­menschen zur letzte Bewährung auferlegt werden.

H.A.Weishaars irdische Persönlichkeit konnten Unmenschen in grenzenloser Verblendung zerstören. Als geistige Kraftform wirkt er weiter in denen, die sich zu ihm bekennen.

Schrifttum

  • "Das Weltgericht" 1921.
  • "Das Weltgericht", zweite erweiterte Auflage 1932
  • "Das neue Europa, wie es wird", Schriftenreihe 1921-1924
  • "Der Femstern", Monatsschrift des "Bundes der Guoten. 1925 -1933
  • "Deutscher Geist siegt", Schriftenreihe 1929 - 1931
  • "Der Bund der Guoten und das Christentum", Streitschrift 1932/1933
  • "Die frohe Botschaft", Aufruf zur Gründung des Glaubenskreises 1933
  • "Die Evangelien nicht veraltet" 1936
  • "Dzyan" Erläuterung nicht allgemeiner Worte
  • "Das Kristliche Glaubensbekenntnis" 1940

Da die meisten vor 1933 entstandenen Schriften durch Beschlagnahme und Kriegseinwirkung verloren gingen, haben drei der engsten Mitarbeiter H.A.Weishaars 1972 einen Erhaltungsdruck der wichtigsten Teile seiner Werke herausgegeben unter dem Titel:

H.A.Weishaar "Schriften"

3 Bände in einem 1969 -1970, erschienen im
Weishaar-Verlag Ludwigshafen



Druckansicht Vervielfältigung nur mit Zustimmung des Kristlichen Glaubenskreises e.V.