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Die Kristlehre H.A.Weishaars

Was wir glauben!

Die Kernpunkte der Lehre sind in der nachfolgenden Zusammenstellung erfaßt und zum besseren Verständnis mit kurzen Erläuterungen versehen. Ausführliche Erklärungen finden sich in den Weishaar-Schriften an den angegebenen Stellen.

Das Kristliche Glaubensbekenntnis von H.A.Weishaar.
(Artikel 1 bis 4 auszugsweise dargestellt.)

Wir glauben an Die unnennbare Gottheit,

Reiner Geist, zeitlos, raumlos. Der dreifach Heilig, Ewig sich offenbart, in Zeit Raum und Geschehen.

Wir glauben an Gott, den ewigen Vater,

der alles bewegt und durchdringt, als Herr der Zeit, für uns Menschen allgegenwärtig in der Schöpfung.

Wir glauben an Gott, den Sohn,

den ewigen Erhalter des Seins, den Herrn des Raumes. Im Menschen als Jesus, das Gottgemüt, das Eine lebendige Sein, von unserem persönlichen Leben der Vater und Herr

Wir glauben an Gott, den Heiligen Geist vom Vater,

den Herrn des Geschehens. Den Ewigen Erneuerer und Wandler der Formen, den Geist der Wahrheit, Freiheit und himmlischen Weisheit.

Hauptstücke.

Die Wiederverkörperung oder Reinkarnation.

Die Lehre von der Wiederverkörperung steht im Einklang mit dem Glauben an die göttliche Liebe und Gerechtigkeit. (II 52,24). Sie gibt die Erklärung für die Verschiedenheit der menschlichen Schicksale (II 52,23). Erfahrungen zu machen, um Gott näher zu kommen, ist der Sinn des Lebens, der Leiden und Freuden (II 55,32)

Die Bewußtseinszustände

Die Menschen sind in ihrer geistig-seelischen Entwicklung alle verschieden. Man kann 4 Hauptentwicklungszustände unterscheiden, nämlich

Der Begierdenmensch.
Leidenschaften, Begierden, Triebe herrschen vor und gehen oft mit dem Verstand und der Vernunft durch. Die Interessen drehen sich um Materielles
Der Urteilsfähige oder Verstandesmensch.
Der Verstand ist gut ausgebildet, ebenso die Urteilsfähigkeit. Die Vernunft reicht nicht immer aus, Leidenschaften und Begierden zu beherrschen. Die Lebenseinstellung ist mehr oder weniger materiell. Wirtschaftliche Selbständigkeit in kleinen und mittleren Umfang kann erreicht werden. In alten Zeiten war dies der Stand der Freien.
Der Begabte, Talentierte, der Vernunftmensch.
Die Fähigkeit zum vernünftigen Denken, gepaart mit überdurchschnittlicher Begabung ist vorhanden. Das Lebensinteresse dreht sich zwar noch um Irdisches, doch ist die Befähigung, geistige Zusammenhänge zu erkennen, bereits vorhanden. Aus diesem Stande gehen die mittleren und höheren Anführer hervor. Es ist der Farune.
Der Hochbegabte, Geniale, der Geistmensch.

Die Triebe, Leidenschaften und Begierden sind vollständig beherrscht. Das Interesse wendet sich frühzeitig der Erforschung der geistigen Zusammenhänge von Ursache und Wirkung zu. Die Erkenntnis des Übersinnlichen wird erstrebt und erlangt. Er erreicht die völlige geistige und seelische Reife. Die Befähigung für hohe und höchste Ämter ist vorhanden. In alten Zeiten war dies der Stand der Barunen.

Ist dieser Zustand erreicht und die volle geistige Reife vorhanden, dann kann durch die Gnade Gottes der Zustand des Gottmenschen erlangt werden, eine Begabung mit göttlicher Klarheit und Kraft. (I 32 ff).

Die siebenfache Konstitution des Menschen

Während die abendländische Tradition bei der Betrachtung der Wesenheit Mensch nur Körper, Seele und Geist unterscheidet, lehrt Weishaar wie auch die indischen Weisen und die Theosophen eine Siebenteilung. Er unterscheidet den physischen und 3 feinstoffliche Körper als "von der Erde hervorgebracht", dazu 3 weitere Arten als Äußerung des unsterblichen "geistigen Ichs" in uns, dem der Leib auf Erden als Wohnung und Werkzeug dient.

Ausführliche Erläuterung III 76 ff, Stichwort "Manas".

Unterschiede zu den kirchlichen Auffassungen.

Die Sündenverlorenheit und die Erlösung.

Die Bibel weiß nichts von der Sündenverlorenheit der gesamten Kreatur, sie weiß nur vom Sündenfall des vollendeten Menschen. Unvollendete, Unausgereifte können garnicht fallen.

Wir kennen nur eine Erlösung durch die Gnade Gottes. Eine Selbsterlösung durch den Menschen selbst gibt es für uns Kristen nicht. Der Mensch soll jedoch selbst durch Vorbereitung zu dieser Erlösung beitragen, wie das Gleichnis von den Jungfrauen, die Briefe der Apostel und andere Stellen der Bibel bekräftigen (II 41).

Die Auferstehung von den Toten

Diese spielt im Neuen Testament eine Hauptrolle., ist jedoch etwas anderes als die Wiederverkörperung. So spricht die Bibel beim "Jüngsten Gericht" von der "Auferstehung des Fleisches", was eine Verhöhnung der Naturgesetze ist. Es gibt nur eine Auferstehung der Kraftform Seele in einem neuen Leib, im Fleische, bei der Wiedergeburt.(II 29).

Auferstehung Christi ist keine Wiederbelebung des physischen Körpers sondern der "Auszug" des feinstofflichen Astralleibes aus dem grobstofflichen Körper (III 28, 35)

Gebote, Riten und Gedenken.

Die Taufe

Da wir keine Erbsünde kennen, sehen wir in der Taufe der Kinder eine feierliche Einsegnung, bei der sie unter den Segen des Dreieinigen Gottes gestellt und in die Gemeinschaft aufgenommen werden. Sie ist gleichzeitig eine Mahnung an die Eltern für eine kristliche Erziehung des Täuflings besorgt zu sein.

Bei der Erwachsenentaufe bestätigt der Täufling seine religiöse Zugehörigkeit durch das Kristliche Glaubensbekenntnis.

Abendmahlsfeier, Eucharistie.

Der kristliche Sinn des Abendmahls ist das Erlebnis der göttlichen Einkehr in die menschliche Seele. Die Vereinigung der Geistseele mit der Menschenseele wird als das "große Abendmahl" bezeichnet.

Brot und Wein dienen als Repräsentanten der gesamten Schöpfung für die Gott Dankbarkeit erwiesen wird.

T.