Kristlicher Glaubenskreis e.V.


Unsere Erde - der Garant für die Evolution der Menschheit?

Die "k"ristliche Sicht

Für den "K"risten ist es eine unumstößliche Wahrheit, dass hier in unserer Welt Gottes Gesetze herrschen, die im wissenschaftlichem Sprachgebrauch Naturgesetze genannt werden. Hinsichtlich der Schöpfung dieser Welt war zuerst die Idee "Welt" in der unendlichen Geistigkeit der Gottheit. Dann, als der Wille zum Schaffen geboren war (Idee), folgte die irdische Verwirklichung = Entwicklung der Materie. Somit ist der Geist (Idee) der Materie überzuordnen, da die stoffliche Welt eine Erscheinungsform der geistigen ist. Die Unver-änderlichkeit, Unzerstörbarkeit ist nur den göttlichen Ideen eigen. In der stofflichen Welt "fließt alles", ist alles vergänglich. Die Stellung des Menschen wird dadurch deutlich dass "Gott den Menschen schuf ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn" (1. Mose, 1,27).

Im Mikrokosmos erkennen wir die gleichen Gesetze wie im Makrokosmos. Der Mensch = Mikrokosmos braucht in seiner Entwicklung bis zur Reife bestimmte körperliche Bedingungen, die entsprechende Umwelt und Erziehung und den eigenen Willen, sich zum Besseren entwickeln zu wollen.

Das Streben nach einem höheren Bewusstseinszustand sollte lebensbestimmend für ihn sein. (Bibel, HAW-Schriften, www.bund-deutscher-iringe.de).

Der Umgang mit der Natur

Die Bibel sagt, dass wir Menschen uns die Natur untertan machen sollen, wir sollen herrschen (1. Mose, 1 / 28). Von hemmungslosen Ausbeuten um des Profits willen ist hier nicht die Rede. Der fehlende Wald z. Bsp., der den Skiliften weichen mußte, hält kein Wasser mehr fest, stellt sich Lawinen nicht mehr in den Weg und läßt Muren rutschen. Der Indianerhäuptling Oren Lyons der Onongdaga - Nation sagt:

"Wer die Welt nicht respektiert, zerstört sie, wer nicht alles Leben so wie das eigene respektiert, wird zum Mörder. Der Mensch glaubt manchmal, er sei zum Besitzer zum Herrscher erhoben worden. Das ist ein Irrtum. Er ist nur ein Teil des Ganzen. Seine Aufgabe ist die eines Hüters, eines Verwalters, nicht die eines Ausbeuters.
Der Mensch hat Verantwortung, nicht Macht. Wir denken bei jeder Entscheidung an die siebente der kommen-den Generationen. Es ist die Aufgabe dafür zu sorgen, daß die Menschen nach uns, die noch ungeborenen Generationen, eine Welt vorfinden, die nicht schlechter ist als unsere - und hoffentlich besser!"

Astrologisch gesehen ist das Fischezeitalter beendet und das Wassermannzeitalter hat begonnen. Wir erleben also eine Zeitenwende mit Umbrüchen.

Die Anzahl der Menschen auf der Welt steigt ständig

Die Weltbevölkerung wird zur Zeit auf 6,5 Milliarden Menschen geschätzt, Tendenz steigend. Diese, bisher nie dagewesene Überpopulation, führt zur exzessiven Nutzung der natürlichen Ressourcen. Wälder werden gerodet, um Ackerland zu gewinnen. Flora und Fauna werden aus ihren Ökosystemen immer mehr verdrängt, die Meere werden überfischt. Wer möchte schon frieren oder hungern?! Es wird viel getan, um gegenzusteuern. Um die Erhaltung der Urwälder wird gekämpft, Fangquoten werden für die Fischer festgesetzt und China begrenzt die Anzahl der Geburten.

Am 16.02.2005 ist das Kyoto-Protokoll in Kraft getreten, damit der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert wird, um eine generelle Klimaveränderung zu verhindern, die durch die Erwärmung der Erdatmosphäre eintreten wird. Alle Gefahren für die Umwelt sind bekannt. Nur sind die Gegenmaßnahmen bisher nicht stark genug, um die Gefahren zu bannen! Die USA bilden - mit nur 4 % der Weltbevölkerung, jedoch einem Verbrauch von 25% der global erzeugten Energien - ein schlechtes Beispiel.

Das Wasser

Zunächst einige Fakten:

  • 1,2 Milliarden Menschen von 6, 5 haben keinen direkten Zugang zu sauberem Wasser.
  • Der Mensch besteht zu 2/3 aus Wasser, ohne dieses Nass überlebt er nur 3 Tage.
  • Die Wassermenge auf der Erde ist gigantisch, allerdings sind nur 3% davon Süßwasser und davon wiederum sind 2/3 Eis. Den Rest müssen sich 6,5 Milliarden Menschen teilen.

Folgerung:

Der Kampf um das Wasser könnte sich zum explosivsten Konfliktstoff des 21. Jahrhunderts entwickeln.

Lösungen sind möglich:

  • Installation von: Kläranlagen, Wasseraufbereitungsanlagen, Teichsystemen.
  • Intensivere Nutzung gebrauchten Wassers, Verringerung des Wasserverbrauchs in Haushalt, Industrie und Landwirtschaft.

Die Luft

Zunächst wieder einige Fakten:

  • Gemäß WHO sterben in Europa ca. 100 000 Menschen an Feinstäuben jährlich.
    Diese befinden sich auch in den Dieselabgasen. Hierüber ist die Diskussion voll entbrannt.
  • Städte haben gemäß EU Grenzwerte für Feinstaub festgelegt, die häufig überschritten werden. Dabei werden sie so zahlreich und schnell missachtet, dass die Maximal-Jahreswerte bereits im April erreicht sind.
    Weitere Details und ergänzende Beispiele können bei Jürgen Klode, Braunschweig, erfragt werden.
  • Der Braunkohletagebau bei Helmstedt ist ebenfalls ein Beispiel wie mit Schadstoffen belastete Luft gereinigt werden kann.

Folgerung:

Es lassen sich eindeutig Erfolge erzielen. Die Luftverbesserung bedeutet gleichzeitig Klimaschutz. So ist es gut, dass 141 Staaten das Kyoto- Protokol unterzeichnet haben. Das läßt hoffen. Aber die kenianische Friedensnobelpreisträgerin Wangri Manthei mahnt, daß jeder den Kampf in eigener Verantwortung führen muß.

"Jeder muß bei sich selber anfangen!" Die Erdatmosphäre soll sich - so das Ziel - nicht mehr, als um 2°C erwärmen. Im Vergleich zu den vorindustriellen Werten sind bereits 0,7°C erreicht. Würden die Eismassen der Antarktis schmelzen, so würde das Wasser steigen und in Europa müssten 20-40 Millionen Menschen umgesiedelt werden, in Bangladesch alleine schon 100 Millionen. In Planspielen geht man davon aus, dass das Wasser des Meeres um 3-5 Meter steigen wird. (Uni Hamburg, nachhaltige Umweltentwicklung, Proffessor Tol, Spiegel Nr. 8/05)

Der Boden

Folgende Faktoren beeinflussen unseren Boden:

Ort, Klima, Lufteintrag, Sande, Tone, Bakterien, Mineralstoffe, Humus = zersetzte organische Masse pflanzlicher oder tierischer Herkunft als Träger der Pflanzenernährung.

Auf ihm gedeihen unsere Lebensmittel, Futterpflanzen, Heil- und Gewürzpflanzen, nachwachsende Rohstoffe.

Seine Degradierung zur "Industrieware" durch vermehrtes Profitstreben hat ihn krank werden lassen. Bestimmte Pflanzen sind zu häufig angebaut worden, der Boden verarmt, Nematoden breiten sich aus. Dagegen kämpft die "Biobewegung". Alle chemischen, physikalischen und biologischen Vorgänge müssen beim Düngen berücksichtigt werden, damit der Boden gesund bleibt. Das für die Umstellung auf "biologische Landwirtschaft" erforderliche Kapital sollte den Landwirten zu niedrigstem Zinssatz zur Verfügung stehen. Letztendlich erhalten wir vollwertige Lebensmittel nur von einem gesunden Boden!

Schlußbetrachtung

Jeder Pol ruft einen Gegenpol hervor, so die Umweltverschmutzung/-zerstörung die Ökobewegung. Es gibt viele gute Ansätze, die zur Verbesserung der Situation beitragen, nur ist der große Durchbruch bisher noch nicht gelungen. Zu viele Menschen stehen noch abseits. Dabei sind alle aufgerufen, täglich etwas für die Förderung und Erhaltung von Gottes Schöpfung zu tun. Die Mülltrennung im eigenen Haushalt ist ein kleiner, aber guter Anfang. Das Auto vermehrt in der Garage stehen zu lassen, hilft unserer Umwelt ebenfalls weiter. "Global denken - lokal handeln" ist inzwischen eine Volksweisheit.

Sind wir allerdings nicht einmal dazu bereit und sind die Regierungen nicht in der Lage, die weitere Ausbeutung der Erde zu verhindern, so werden wir die Erde als Wüste hinterlassen, in der zivilisiertes Leben nicht mehr möglich ist.

jk, eb

Weitere Informationen: www.bund-deutscher-iringe.de.



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