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Individualität und Kollektivität

Die Einheit in der Vielheit

Nahezu 50 Jahre sind vergangen, seitdem der Weisheitslehrer und geistige Initiator des Kristlichien Glaubenskreises, H.A. Weishaar, sein Leben in einem nationalsozialistischen KZ einbüßte. Die meisten seiner Vertrauten und Schüler weilen ebenfalls nicht mehr unter uns und das lebendige Zeugnis seines Wollens und Wirkens schwindet zusehends. Die Welt strebt, entsprechend seiner seherischen Visionen, einem selbst geschaffenen Niedergang zu, der einem Untergang mit schwerwiegenden Folgen für die Menschen immer mehr zu treibt. Weishaar hat diese Zeit und ihre Zustände in seltener Klarheit gesehen und in einer »Frohen Botschaft« die Gründe für diese unheilvolle Entwicklung dargelegt. Er hat in seinem Gesamtwerk die Wege gewiesen, um aus dieser Verstrickung wieder herauszufinden Darum ist sein Werk nicht nur zeitnah, sondern auch wegweisend für die Zukunft, die der Menschheit einen neuen göttlichen Segen in Aussicht stellt.

Ich möchte Ihnen in einer Gegenüberstellung des Lebenssinns des Einzelnen und des Überlebenssinnes von Gemeinschaft Staat und Volk Grundsatzüberlegungen H.A. Weishaars näher bringen.

Individualität und Gemeinschaft

Individualität und Gemeinschaft sind zwei Gesichtspunkte menschlichen Daseins, die sich gegenseitig bedingen und begründen. Beiden widmete Weishaar den größten Teil seines Werkes. Der religiöse Teil seiner Auffassung beschäftigt sich mit der Individualität des Menschen, ihrem göttlichen Kern und der menschlichen Aufgabe, diesem Bereich des Menschen seine Lebensmotive unterzuordnen. Der Lebensweg des Menschen wird so zum Erlösungsweg, denn er errichtet in sich die Herrschaft des »Einen-Lebendigen-Seins«, des Christus-Prinzips. Eine weitere Bedingung für den Gang der Entwicklung des Menschen in dieser Richtung ist die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, die in ihrer gegenseitigen Einwirkung den geistigen Weg bestimmt und jeden Angehörigen in dieser Zielsetzung bestärkt und mit Verständnis begleitet.

Von Geburt an ist der Mensch ein sozial abhängiges Wesen, das zunächst von der Fürsorge der Eltern und später von der Belehrung und durch Nachfolge gutmeinender, gerechtdenkender Menschen, so genannter Leitfiguren, beeinflusst wird. Gerät der Mensch unter den Einfluß leichtfertiger, dem Leben in verantwortungsloser Weise ergebenen Menschen, wird er nur zu leicht von seinem Lebensweg abgedrängt und verliert sich in verachtendem Alltagsleben.

In der Darstellung der 7 Prinzipien des Menschen wird von Weishaar als Träger der Individualität, das höhere Ego, die Menschenseele genannt, die zugleich Ausgang zur Vernunft ist, im Gegensatz zum Verstand, dessen Bildungssphäre das irdische Geheimdenken ist. Die Menschenseele stellt den individualisierten »Gott-Selbst-Gedanken« dar, der als unsterbliches‚ »Einzelich« in der Welt einmalig existiert. Ein vernünftig geordnetes Leben und eine Lebensführung nach geistigen Grundsätzen macht empfänglich für das göttliche Bewusstsein im Menschen und lässt es schließlich zur Herrschaft über das Leben kommen. Damit hat der Begierdenwille seine Alleinverfügbarkeit eingebüßt und das Leben ist in seiner gesamten Haltung geistig geworden. Der Mensch wirkt verwandelt, begegnet den alltäglichen Sorgen und den Alltagsforderungen mit Gleichmut und großer Gelassenheit, denn er weiß um den geistigen Hintersinn des Lebens und erlebt eine neue transzendente Geborgenheit.

Eine solche »Schwellenüberschreitung« wird als das »Große Abendmahl« in der Monatszeitschrift »Der Femstem« Nr. 6 von 1925 in dichterischer Freiheit beschrieben. Die eigentlich astrologisch dargestellte Erlebnisschilderung, möchte ich auf ihren psychologischen Wert reduzieren und damit gleichzeitig einen allgemeingültigen Vorgang des Erlebens einer Vereinigung der Menschenseele mit der Geistseele oder dem »Einen-Lebendigen-Sein«, dem Christus im Menschen beschreiben:

Ernst und in sich schauend schreitet ein Wanderer durch den abendlichen Wald. In seinem Gesicht liest man Spuren überstandener schwerer Jahre. Aber sein Auge blickt zuversichtlich und klar. Da tut sich eine Waldlichtung vor ihm auf; der Pfad führt nach einigen Schritten zu einem Waldsee. Spiegelglatt und ruhig liegt er im Licht des zunehmenden Mondes.

Der Mann setzt sich nieder und ruht nach langem Weg aus. Bei dem friedvollen Anblick verfällt er in eine geheimnisvolle Andacht. Alle Mühseligkeit des langen Lebensweges verblassen, er überlässt sich ganz einer stillen Fügung und bringt sein Gedankenleben zum Schweigen und schließlich zum Stillstand. Die Stille des Sees und die Ruhe seiner Seele verschmelzen zu einer gleichartigen Eintracht.

Sein Lebensweg war bisher von Not. Kummer, Sorgen und Verlassenheit begleitet. Kein hilfreiches Geschick brachte ihm irgendwelche Vorteile und Gewinn wie bei seinen anderen Mitmenschen. Alle seine Unternehmungen wurden in geradezu böswilliger Weise erschwert und alles gute Wollen verkehrte sich in lähmende Nichterfüllung. Sein Leben schien ihm verfehlt und verdammt, sosehr, dass er sich nach dem erlösenden Tod sehnte. In dieser tiefen Aussichtslosigkeit und Todessehnsucht gewann eine ergebene Gelassenheit Besitz von seiner Seele. Er ergab sich in sein Schicksal und sah sich als ein Opfertier seines eigenen Lebens, Ohne dabei in einen »Groll« über dieses »Unrecht« zu verfallen. Ganz ruhig und gottergeben wurde er, und seine Seele glich immer mehr dem dunklen Wasser vor ihm.

Da trat ganz unerwartet eine innere Wandlung in ihm ein. Es bemächtigte sich seiner Seele das Gefühl einer überirdischen Liebe und Geborgenheit, wie er sie noch nie erlebt harte. Eine tiefe Zuversicht in den Sinn seiner Leidenszeit erfüllte ihn und er leistete Abbitte für sein Unverständnis und seine Ich-bezogene bisherige Einstellung. Minutenlang stand er unter dem segnenden Einfluß dieser übermächtigen und beseeligenden Gefühlsbindung. Die Übermächtigkeit und dass grenzenlose Einssein mit einer transzendenten Liebeserfahrung waren ihm Argumente genug, um an den Einfluß geistiger Kräfte zu glauben. Er hatte die Einkehr der Geistseele in sich erlebt und richtete fortan sein weltliches Bestreben danach ein, in erster Linie die stummen Mahnungen und Ahnungen dieser Gewissenskraft zu erfüllen.

Damit änderte sich sein Lebensweg. Er forderte nicht mehr eigennützig vom Leben, sondern gab sich dem Leben als Opfer eines höheren Wollens hin. Diese innere Wandlung brachte ganz neue Sichtweisen in sein Leben und eine radikale Umkehr von einer fordernden Bedürfnisprägung zu einer ehrfürchtigen Demutshaltung und willigen Hilfsbereitschaft. Das eigene Leid war nun nicht mehr ein schmerzhafter Entzugsprozess, sondern eine Einstiegsdroge in ekstatische Verbundenheitserlebnisse mit dem »Ewig-Wirklichen«.

Die Schilderung vermittelt eine Einwirkung von der geistigen Individualität auf die irdische Persönlichkeit des Menschen. Das ist der innere Sinn der Selbstverwirklichung, nämlich die Verwirklichung des geistigen Selbst, als ein anordnender und archetypischer Faktor unserer Seele, wie ihn C.G. Jung bezeichnet. Das Erlebnis der Wirklichkeit des Selbst stellt die Bedeutungen des Wollens und der Bedürfnisse des Lebens um. Indem sich der Mensch auf das Selbst als das »ganz Andere« beziehen lernt, wird er zugleich beziehungsfähiger für den Nächsten sowie offener für das göttliche Sein in sich. Das Erwachen des Selbstwertgefühls sowie das Selbstbewusstsein und das Erkennen des eigenen Selbstbildes sind Begleiterscheinungen der geistigen Entfaltung.

Der Begriff der Selbstverwirklichung stellt im Alltag eine Tendenz zur Durchsetzung der eigenen Vorstellungen und Wünsche dar, ganz im Gegensatz zu der geistigen Bestimmung des höheren Selbst. Im Alltagsdenken wird Selbstverwirklichung zum Individualismus, der der Geisteshaltung der Individualität entgegengesetzt ist. Die geistige Individualität verlangt Selbstentäußerung der natürlichen Person und die Selbstverwirklichung im Alltagsbegriff das Durchsetzen der eigenen Persönlichkeit. In diesem Sinne verstanden wird Selbstverwirklichung zum Individualismus und Egoismus, der dem Miteinander schadet und Grenzen setzt.

Im Gegensatz zur geistigen Individualität als ewiger Kern des Menschen, wie sie im christlichen Abendland verstanden wird, steht das Individuum im buddhistischen Sinne. Der Buddhismus gehört zu den atheistischen Religionen, weil er keinen ewigen Gott kennt und kein beständiges Sein, sondern alles nur unter dem Gesichtspunkt des Werdens und Vergehens sieht. Buddha lehnt den Begriff des Selbst als ewige Seele ab, da es für ihn keine dauerhafte Substanz gibt. Die letzten Elemente, die dem Weltgeschehen zugrunde liegen, sind auch keine materiellen und geistige Substanzen, sondern sich ändernde, unbeständige Eigenschaften und Zustände, die Daseinsfaktoren. Er unterscheidet: Körperliches, Empfindungen, Unterscheidungen, Triebkräfte und Bewußtseinsakte, aus denen sich die Dinge (Steine, Tiere, Pflanzen, Menschen) zusammensetzen. Ihrem Entstehen und Vergehen liegt eine kausale Abhängigkeit zugrunde. Die Wiedergeburtslehre wird zur Lehre der Tatvergeltung über den Tod hinaus. Da es keine Seelensubstanz gibt, ist das neue Lebewesen, das aus den Taten eines früheren entsteht, nicht seelisch-geistig mit diesem identisch. Vielmehr ist es die Kausalkette der Taten‚ die den Tod überdauert und zu einem neuen Leben führt. Die kausale Abhängigkeit entsteht durch Nichtwissen, Karma gestaltende Triebkräfte, Sinneswahrnehmung, Empfindung und Lebensdurst. Der ewige Kreislauf der Wiedergeburten kann nur unterbrochen werden durch Vernichtung der kausalen Abhängigkeiten, die durch die vier edlen Wahrheiten charakterisiert sind:

Wer die Wahrheiten erkannt hat und dem achtfachen Pfad folgt, gelangt zur Erlösung, ins Nirwana, zu deutsch Verwehen. Das ist der Zustand des völligen Ausgelöschtseins auch jeglichen Seelenzustands.

Demgegenüber kennt die hinduistische Ethik drei Wege zur Erlösung:

Quelle: Ottfried Höffe: Lexikon der Ethik, IV 1992 München. S. 120.

Das Christentum und mit ihm die Lehre Weishaars unterscheidet sich grundsätzlich von dieser Auffassung durch ihre Lehre von einer ewigen geistigen Individualität, die auch nach ihrer Erlösung durch göttliche Gnade weiter existiert, aber vom Zwang der Wiedergeburt befreit zur freiwilligen Inkarnation als Mithelfer am Vollendungswerk fähig ist. Die buddhistische Lehre ist getragen von sehr individualistischen Vorstellungen, in denen es weder Verpflichtungen zur Nächstenliebe noch Seelenverwandtschaften, d.h. Gemeinschaften im geistigen Sinn gibt. Der Lebensweg christlicher Ausrichtung findet seine Erlösung in der Nächstenliebe, einer Gemeinschaftsbestimmung des Menschen.

Steht der Buddhismus unter der Auffassung der Tatvergeltung, so muß man das Christentum unter dem Motiv der Gesinnungsverbesserung sehen, die sich allein im Umgang mit dem beziehungsweise den anderen beweisen kann. Das Christentum empfiehlt sowohl den rechten Umgang mit sich selbst, in Selbstbeschränkung und Meditation, wie auch die Hinwendung zur Gemeinschaft, ausgehend von den Nächsten (Familie, Freunde, Geistesverwandte) bis zur Sippen, Stammes und Volksgemeinschaft. Das Christentum kennt den Erlösungsweg der Nächstenliebe, der dem Buddhismus wesensfremd ist, wenngleich es so genannte Bodhisatvas gibt. Das sind Erleuchtete, die aus Liebe zu den Menschen und aus Mitleid mit ihnen, den letzten Schritt ins Nirwana hinauszögern, um den Frommen zu helfen. Das Christentum versteht sich aus der Liebe zu den Menschen insgesamt, um sie der Erlösung, dem transzendenten Heil, entgegenzuführen.

Weishaar hat den Weg der Hinführung unterteilt in verschiedene Stufen des motivleitenden Bewußtseins der Menschen. Denn er sagt: Das Fortschreiten der Menschheit zur Göttlichkeit erfolgt nicht gleichmäßig, sondern ist von Unterschieden der Einsicht in die Gesamtzusammenhänge und dem jeweiligen grundsätzlichen Lebensmotiv geprägt. Das grundsätzliche Lebensmotiv oder die individuelle Lebensphilosophie ist einteilbar in vier Stufen von lebensleitenden Willensentscheidungen:

Es sollen wesensverwandte Gemeinschaften gebildet werden, die es ermöglichen, dass jeder in seinem Willensmotiv wirksam bleiben kann und durch die Erfüllung seiner Daseinsvorstellung und der Sicherung seiner Fortexistenz die Gemeinschaft tragen und leiten hilft. Solche Gemeinschaften stellen Sippen, Stämme und Völker dar, weil bei ihnen die Wesensverwandtschaft durch generationenlange gegenseitige biologische Durchdringung, also durch Bluts- und Traditionsgemeinschaft, in die körperliche und geistige Verfassung hineingetragen wurde. Die nichtkörperlichen Eigenschaften, die geistigen und charakterlichen, sind nicht nur Eigenschaften der Erziehung, sondern in besonders ausgeprägtem Maße der erblichen Abhängigkeit. Im Genom, im menschlichen Chromosomensatz, sind die Fähigkeiten des Menschen als individuelle Möglichkeiten angelegt, die bei der individuellen Entwicklung erst ausgebildet werden müssen. Die Entwicklung der Fähigkeit kann fremdbestimmt (Elternerziehung, Schule, berufliche Ausbildung usw.) sein, ist aber in den grundsätzlichen Entscheidungen, speziell in unserem Kulturkreis, immer selbstbestimmt, also abhängig von der inneren, individuellen Motivation

Die Selbstbestimmung erfordert einen Freiheitsgrad an eigener Zielsetzung und Entscheidung gegenüber den anderen wie gegenüber dem Staat, der in den so genannten Menschenrechten verfassungsmäßig garantiert ist. Die Menschenrechte garantieren die individuelle Abschirmung der Selbstbestimmung, enthalten aber keine Anweisung zum Verhalten gegenüber der Gemeinschaft und sind deswegen weder gemeinschaftsbindend noch gemeinschaftsbildend. Die Menschenrechte beruhen auf der Würde des Menschen, die sich darstellt als Zweck an sich selbst und damit als Recht auf Freiheit und Leben der eigenen Person.

Die Liebe, die wir nach kirchenchristlicher Auffassung den anderen, gemeint den jenseits des Rings der Nächsten stehenden, entgegenzubringen haben, aber auch mit Nächstenliebe bezeichnet wird, ist wesentlich getragen von Toleranz und Gewährenlassen. Dabei eröffnet sich für die Toleranz Ausübenden ein Dilemma. Denn die äußersten Grenzen von Toleranz sind Überheblichkeit und Selbstaufgabe. Jeder der Kontrahenten versucht seine Fortexistenz als Gemeinschaft durchzusetzen und so geraten in einem demokratischen Gesellschaftsgebilde die in Nachteil und sind zum Untergang verurteilt, deren Selbstbewußtsein und Existenzwillen durch übermäßige Toleranz verdrängt wird.

In der heutigen Situation stehen besonders die weißen Stammvölker in der Gefahr, biologisch ausgelöscht zu werden durch demokratisch diktierte multiethnische Vermischung. Von ihnen wird Schutz und Schirm, Unterstützung und Hilfe für eingewanderte Fremde gefordert, ohne sie vor der Gefahr der vollständigen ethnischen Verdrängung zu bewahren. Das ist biologische Selbstvernichtung

Völker sind labile und empfindliche Gebilde. Ihre stabile und dauerhafte Existenz hängt von einer Reihe von Faktoren ab. Prof. Dr. Helmut Schröcke (Nation Europa, Nov/Dez. 1988) definiert sie folgendermaßen:

»Völker sind lebende Systeme höherer Ordnung mit voneinander verschiedenen Systemeigenschaften körperlicher wie nichtkörperlicher Art, die genetisch und durch Traditionen weitergegeben werden. Völker sind Produkte der Evolution«.

Allgemeinverständlich: »Völker sind Abstammungs- und Vererbungsgemeinschaften mit eigener Sprache, eigener Kultur und eigenem Selbstverständnis (Identität)«. Im Territorialtrieb, einer Eigenschaft, die auf der Selektion der Bevölkerung als Ackerbauern beruht, ist die Grundlage des rechtlichen Anspruchs jedes Volkes, das mit dem Selbstbestimmungsrecht einen zwingenden Völkerrechtsanspruch bildet.

Erst in der Französischen Revolution entstand der Begriff der Staatsnation ohne ethnische Bezüge. Darauf beruhen aber die Ideologien unserer sozialistischen und liberalistischen Parteien. Heute zeigt sich mit vehementer Deutlichkeit, dass diese Ideologien der wissenschaftlichen Haltbarkeit entbehren und immer mehr einer radikalen Gleichmacherei unterworfen werden. Wir erleben andererseits ein Wiedererwachen der Völker und eine Rückbesinnung auf ihre Aufgabe der spezifischen Kultivierung ihrer Angehörigen nach ihren wesenseigenen Erfordernissen. Die hochzivilisierten Völker begehen mit ihrer unausgewogenen Demokratieauslegung einen eifrig betriebenen völkischen Selbstmord. Ein Verbrechen an all den Seelen, denen es bestimmt ist, unter den Bedingungen ihres völkischen Kulturkreises ihre Weiterentwicklung zu durchleben.

Unsere heutige Lage erfordert ein neues Durchdenken all der Fakten des menschlichen Lebens, besonders im Hinblick auf seinen transzendenten Sinn, ohne den immer wieder eine Schieflage der politischen Verhältnisse eintritt. Daran zu arbeiten und nicht zu verzweifeln ist unsere vornehmste Aufgabe, zu der uns H.A. Weishaar folgende seherische Ermutigung mit auf den Weg gibt:

»In unserer Zeit wird der tote Punkt überwunden. Aus der tiefsten Verstrickung in die Stoffvorstellung (Materialismus) entfaltet sich der Mensch allmählich bewußt durch Umwandlung und Heiligung des irdisch gerichteten, eigensüchtigen Verstandes in Vernunft und liebeerfüllte Geistigkeit zur Göttlichkeit!«

Wilhelm Kirschner